"Nun lob mein Seel den Herren"
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Antwort auf Fragen rund um Evangelische Kirche / Eintrittsstelle an der Salvatorkirche
Kreiskantorin
Kirchenmusik richtet sich an Musizierende und Hörende. Sie verwirklicht die stetige Verknüpfung von Wort und Musik und ist somit wesentlicher Bestandteil des Verkündigungsdienstes. Sie erfüllt darüber hinaus pädagogische wie soziale Aufgaben. Zentraler Schwerpunkt ist die Mitgestaltung von Gottesdiensten neben den vielfältigen Tätigkeiten in Kreisen und Chören.
Im Kirchenkreis gibt es insgesamt acht hauptamtliche Kirchenmusiker, die in 27 Predigtstätten, d.h. Kirchen und Gemeindezentren arbeiten. Weiterhin gibt es in den 15 Gemeinden 16 nebenamtliche Kirchenmusiker. Neben den 17 Kirchenchören, die über Mitgliederzahlen zwischen 20 und 100 verfügen, sind auch zehn Posaunenchöre aktiv. Außer der klassischen geistlichen Musik finden insbesondere moderne Formen großen Zulauf. Viele Auftritte haben daher auch die fünf Gospelchöre und vier Bands, davon eine ökumenische, deren Mitglieder allesamt einen guten Teil ihrer Freizeit für die Proben investieren. In einigen Gemeinden musizieren außerdem Vokal- und Kammermusikensembles, Blockflötengruppen. Selbst die Kleinsten finden ihr Angebot: im Kirchenkreis gibt es mehrere Kinderchöre, die sich über Verstärkung freuen würden.Informationen zu den Gruppen gibt es in den Gemeinden und bei der Kreiskantorin Tiina Marjatta Henke.
Kreiskantorin
Am Burgacker 14 - 1647051 Duisburg
Tel.: 0203 - 2951-3-0
Fax: 0203 - 2951-4-191
Web: www.kirche-duisburg.de
Wegbeschreibung
Tiina Marjatta Henke
Funktion: Kirchenmusiker/-inKreiskantorin
Tel.: 0203 - 3987968
E-Mail: kantorin.henke@web.de
Ein Rücklblick auf das Kreiskirchenmusikfest 2006
10 / 11. Juni 2006
Während anderswo Bälle über das Gras rollen, kleine Kugeln über Netze geschlagen werden oder Rennwagen ins Kiesbett rasen, trafen sich am Sonntag in der Salvatorkirche die Kantoreien der evangelischen Kirchengemeinden, um miteinander zu musizieren. Da durfte man erleben, wie vielfältig das kirchenkulturelle Angebot in Duisburg und seinen Stadtteilen ist.
Die Kirchenmusiker bereiteten die Woche über ihre Kantoreien auf das gemeinsame Singen vor und boten am Samstag verschiedene Workshops an, die von der Gregorianik über neuere Posaunenchorarbeit bis zu Improvisationen reichten. Das Ergebnis ließ sich hören.
Das Konzert wurde eröffnet mit einer Choralbearbeitung über „Nun lob mein Seel den Herren“ von Michael Prätorius. Kantor Uwe Maibaum, musikalischer „Hausherr“ an Salvator, dirigierte die im Kirchenraum verteilten Chöre mit der für diesen Raum notwendigen Präzision. Subdirigentin war Kreiskantorin Tiina M. Henke, die auch dieses Konzert moderierte.
Der Posaunenchor ließ unter Leitung von Karl Berger, Bezirksobmann der Blechbläser im Bezirk Rhein-Lippe, mit Wohlklang eine Bearbeitung des Gospels „Swing low“ hören. Die vereinigten Chöre sangen drei Auszüge aus Händels „Messias“, die von drei verschiedenen Dirigenten geleitet wurden. Hier bemerkte man doch, wie unterschiedlich die Kantoren dieses Werk auffassen. Annette Erdmann dirigierte groß und begeisternd, Anne Nauen temperamentvoll und eindringlich, Ki-Won Lee elegant und mit großer Geste. Benjamin Reiners, Noch-Student der Kirchenmusik, dirigierte überzeugend „Misericordias Domini“ von Mozart wie auch „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn. Hierbei fiel das „Junge Orchester Duisburg“ auf, das sich intensiv mit den Werken beschäftigte. Andreas Pieper steuerte eine eigene Version des Psalms 150 bei, der den Choral „Lobet den Herren, den mächtigen König der Ehren“ musikalisch umrahmte. Seine Komposition klang wie eine Mischung aus Ralph Vaugh Williams und Paul Hindemith. Polyphone Strukturen überlagerten einander immer wieder neu. Dass der komplizierte Satz nur von den Kirchenmusikern allein dargeboten wurde, zollte der Feingliedrigkeit der Uraufführung Respekt. Cesar Franck komponierte dagegen einen eher auf Klangmasse hin komponierten Psalm. Dieses wuchtige, von Tiina M. Henke dirigierte Werk bildete den Schluss dieses Wochenendes.Bleibt noch zu wünschen, dass der kulturelle Schatz in Duisburg erhalten bleibt.
Superintendent Armin Schneider hob in seinem Grußwort hervor, dass „über Alters- und soziale Grenzen hinweg“ Musik Verbindendes schafft, so dass man sich wirklich „zu Gast bei Freunden“ fühlen könne. Das Publikum dankte den Ausführenden stehend mit langem Applaus.
Das Musikfest des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg 10./11. Juni 2007
rund um die Salvatorkirche.


