Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
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Pfingstgottesdienste unter freiem Himmel
Landschaftspark Nord - Innenhafen - Wedau
Pfingstgottesdienst im Landschaftpark - 2009; Foto: privat
Ökumenischer Pfingstgottesdienst im Landschaftspark
Zum ökumenischen Pfingstgottesdienst laden evangelische und katholische Kirchengemeinden aus dem Duisburger Norden am Pfingstmontag, 28. Mai um 12 Uhr in die Gießhalle im Landschaftspark Duisburg-Nord ein. Bereits um 11.30 Uhr werden Besucherinnen und Besucher von Posaunenmusik empfangen. Der Gottesdienst, der auch zum Singen einlädt, hat das Thema „mit Dir“. Der Gottesdienst hat mittlerweile eine feste Tradition im Duisburger Norden. Auch im vergangenen Jahr feierten fast 800 Menschen den Pfingstgottesdienst gemeinsam.
Pfingstgottesdienst am Innenhafen
Auch in diesem Jahr feiern die evangelischen Kirchengemeinden Alt-Duisburg, Hochfeld, Neudorf-Ost und Neudorf-West den Gottesdienst am Pfingstmontag gemeinsam am Duisburger Innenhafen. Treffpunkt ist am 28. Mai um 11 Uhr der Garten der Erinnerung, Yitzhak-Rabin-Platz; das Thema des Gottesdienstes lautet „demütig, dankend, dem Himmel entgegen“. Es predigt Pfarrer Martin Nadolny. Im vergangenen Jahr feierten etwa 250 Menschen den Gottesdienst am Innenhafen.
Ökumenisches Tauffest am Wambachsee
Einen ökumenischen Taufgottesdienst feiern evangelische und katholische Kirche am Pfingstmontag, 28 Mai auf dem Gelände des Kanusportvereins direkt am Wambachsee, Kalkweg 242, in Wedau. Diakon Haberl führt fünf katholische Taufen durch, Pfarrerin Ute Sawatzki tauft drei Täuflinge evangelisch. Zur Taufe werden die beiden mit den Täuflingen und deren Paten direkt in den See steigen. Der Gottesdienst, der um 11 Uhr beginnt, wurde mit den Tauffamilien gemeinsam inhaltlich vorbereitet. Zu dem besonderen Erlebnis laden beide Kirchen alle Generationen herzlich ein. Im vergangenen Jahr feierten über 200 Menschen den Pfingstgottesdienst am See gemeinsam.
Informationen zu allen Pfingstgottesdiensten im Evangelischen Kirchenkreis Duisburg finden Sie hier.
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15.05.2012,
RS
Ein Abend mit Ted Russel Kamp
Country-Rock in der Hochfelder Pauluskirche
Nach einer längeren Pause meldet sich die evangelische Kirchengemeinde Hochfeld mit ihrer Konzertreihe „an evening with…“ zurück: Am 24. Mai 2012 heißen die Organisatoren Ted Russel Kamp aus Los Angeles in der Hochfelder Pauluskirche willkommen. Dort wird er ab 20 Uhr sein letztes Album „Get back to the Land“ präsentieren. Der Eintritt ist frei, Spende für den Künstler erwünscht. Der gebürtige New Yorker machte sich vor allem als langjähriger Bassist in Shooter Jennings Begleitband in der amerikanischen Countryszene einen Namen. Darüber hinaus kann der Multiinstrumentalist auf eine beeindruckende Diskografie von mittlerweile fünf Alben verweisen, die er nahezu im Alleingang und oftmals im Tourbus, in Hotelzimmern oder in seinem Wohnzimmer eingespielt hat. Musikalisch stellt Ted Russel Kamp das Bindeglied zwischen Roots Rock, Rock’n’Roll und Americana dar, inspiriert von Künstlern wie J.J. Cale, Guy Clark, Waylon Jennings, Kris Kristofferson oder James McMurtry. Weitere Infos zum Künstler im Internet unter www.tedrussellkamp.com.
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15.05.2012,
RS
Wanheimerort
4. Fest der Freiheit zum Verfassungstag
Am 26. Mai 2012 wird von 11 bis 18 Uhr wieder das Fest der Freiheit zum Verfassungstag gefeiert. Erstmals in Wanheimerort und zwar in der Dickelsbachsiedlung (Ecke Zum Lith / Bodelschwingh-Str.).
Wie in den Vorjahren in Hochfeld wird auch in diesem Jahr in Wanheimerort kulturell und musikalisch für jeden Geschmack etwas geboten: Neben Elvis-Songs mit Nevrez, andalusischem Flamenco mit David Alcantara, anatolischer Lautenmusik des Hochfelder Sazevi e.V. finden sich noch Folkmusik der Irischen Band der Evangelischen Gemeinde Meiderich sowie deutsche und andere europäische Chansons, vorgetragen von Angelika Graczyk, auf dem Programm.
Neben Unterhaltung und Kurzweil werden auch geistige Anregungen und politische Bildung auf dem Fest geboten. So halten Stadtdechant Bernhard Lücking und Superintendent Armin Schneider auf dem Festplatz eine Ökumenische Andacht (12 Uhr). Später werden in dem Gesprächsforum "Duisburg plural" Dr. Burkhard Hirsch, Dr. Birgit Beisheim und Dr. Günther Neumann unter der Moderation von Marijo Terzic (Integrationsreferat der Stadt Duisburg) miteinander diskutieren (ca. 13 uhr). Die drei Diskutanten gehören drei verschiedenen Parteien an, sind aber alle zugleich bei "Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V." aktiv.
Das Gedenken an diejenigen, die für die Demokratie in Deutschland mit ihrem Leben einstanden, findet erstmals auch seinen Platz. Im Laufe des Nachmittags werden Günter Zirbi (KAB) an Michael Rodenstock, erschlagen von der SA in Duisburg am 2. Mai 1933, und Elke Braun (SPD) an Gottfried Könzgen, ermordet in Mauthausen am 15. März 1945, erinnern.
Nichtsdestotrotz: ein Fest bleibt ein Fest. Robert Tonks liest aus seinem Bändchen "It's not all English what shines" – und nicht nur für die Lachmuskeln, auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Bratwürstchen, Erbsensuppe und Kuchen werden wieder für 0,50 € angeboten, Wasser und Apfelschorle werden an Kinder gratis abgegeben. Das Fest der Freiheit: ein Fest für Alle!
Getragen wird das Fest von einer Veranstaltergemeinschaft: Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V., RAG Rhein-Ruhr West / Evangelische Gemeinden Duisburg-Hochfeld & Wanheimerort / Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) / Network on Urban Research in the European Union (N.U.R.E.C.) / Steinbart-Gymnasium / Europa-Union Kreisverband Duisburg-Mülheim-Niederrhein / Bündnis für Toleranz und Zivilcourage in Duisburg.
Das Fest steht unter der Schirmherrschaft von Bezirksbürgermeister Hartmut Spiekermann.
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15.05.2012,
Wolfgang Braun
So macht Kirche Spaß!
Patentage in Duisburg waren voller Erfolg
Patentag in der Gnadenkirche Neumühl: Jesse, 11, und Antonia, 9, spielen die Figuren „Felix“ und „Tanja“, die das Taufgeschenk auspacken. Enthalten sind Zeichen und Symbole der Taufe, die die Kinder im Laufe des Tages mit ihren Paten erforschen. Foto: Golombek
„So macht Kirche Spaß!“ Mit diesen Worten endet die Nachricht einer Mutter, die sich bei Pfarrer Peter Krogull für den „tollen“ Patentag am letzten Samstag in Duissern bedankte. Ihre Kinder und deren Paten waren „absolut begeistert von den schönen Angeboten und Andenken.“ Auch die Lieder seien nachmittags noch zu Hause gesungen und betanzt worden. Der evangelische Kirchenkreis Duisburg hatte mit seinen Gemeinden anlässlich des Jahres der Taufe Eltern angeschrieben und deren Kinder und Taufpaten zu einem Patentag eingeladen. Die Resonanz war für die Organisatoren überwältigend: Zur Duisserner Lutherkirche kamen über 70 Kinder im Alter zwischen 5 und 9 Jahren und brachten 88 Paten mit; zur Neumühler Gnadenkirche – der Patentag dort fand am gleichen Tag statt - kamen über 60 Mädchen und Jungen und gut 70 Patinnen und Paten.
Erwachsene und Kinder – so die Grundidee – sollten einen ganz Tag füreinander Zeit haben und die Taufe als Gottesgeschenk erleben können. Der rote Faden war an beiden Orten ein besonderer Taufweg, auf dem kreative Angebote zum Thema „Taufe“ für Jung und Alt warteten. So konnten sich etwa Mädchen und Jungen in Neumühl von den Erwachsenen mit einem Tuch und viel Schwung in die Luft werfen lassen und sicher wieder landen – das war zum Thema „Wind und Geist“. Bastelangebote, wie etwa Kerzen gestalten, kamen ebenso gut an. Und selbst die ruhigeren Aktionen, wie die Körpermeditation, gefielen den Kleinen. Begeistert waren viele Patinnen und Paten vom Prinzip des Patentages, von der direkten Ansprache, von dem netten Brief, der - so viele Jahre danach – an Taufe und Patenamt erinnerte und wieder in die Kirche einlud. Für das Team um Pfarrerin Brügge-Lauterjung in Neumühl und das von Pfarrer Krogull in Duissern war der Patentag ein voller Erfolg. „Und es war auch schön für uns,“ berichtet die Pfarrerin, die eine Wiederholung des Patentags nicht ausschließen möchte.
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15.05.2012,
RS; Foto: Golombek
Wechsel der Federführung
Arbeitsgemeinschaft der Duisburger Wohlfahrtsverbände
Hans-Werner Hoffmeister und Pastor Stephan Kiepe-Fahrenholz im Gespräch mit den Medien
Dass die Stadt Duisburg sparen muss, ist den Duisburger Wohlfahrtsverbänden klar. Deren Arbeitsgemeinschaft erkennt die schwere Haushaltssituation an und trägt sie mit. Dies teilten Hans-Werner Hoffmeister und Stephan Kiepe-Fahrenholz beim heutigen Mediengespräch mit, das anlässlich des turnusgemäßen Wechsels der Federführung der AG Wohlfahrtsverbände stattfand. Was jedoch den Bürgerinnen und Bürgern direkt zugutekomme, können nicht Bestandteil der 82-Millionen-Euro-Streichliste der Stadt sein, sondern müsse erhalten bleiben. Hoffmeister, Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes Duisburg und neuer Sprecher der AG, kritisierte zudem, dass die Stadtverwaltung die „Tränenliste“ allein erstellen musste: „Die Politik muss das Heft des Handelns in die Hände nehmen; sie hätte es schon längst tun sollen.“ Kiepe-Fahrenholz, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, fügte hinzu: „Die Politik hat sich hier ein Jahr lang nicht gerührt.“ Es verwundere ihn schon, dass aus der Politik keine Vorgaben zu den Haushaltskürzungen kamen. Teile der Sparmaßnahmen, wie etwa Ämterzusammenlegungen, würden die Wohlfahrtsverbände begrüßen. Lob fanden beide für das fachlich ausgereifte Zuwanderungskonzept des Jugenddezernenten der Stadt Duisburg, Karl Janssen. Da dieses jedoch überwiegend freiwillige Leistungen aus dem städtischen Haushalt vorsieht, werde es finanziell nicht umgesetzt. Die Zeit dränge jedoch, da sich die Zuwanderungsproblematik in Hochfeld verschärfen werde. Die Fachämter der Stadt und die Beratungsstellen vor Ort würden gute Arbeit leisten, doch die Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien - etwa 4500 Personen sind es derzeit – wachse monatlich. Und da diese Gruppe ab 2014 freien Zugang zum Arbeitsmarkt erhalte und sozialrechtliche Ansprüche stellen könne, sollten sich Politik und Verwaltung der Stadt auf die Folgen dieser Entwicklung früh einstellen. Kiepe-Fahrenholz mahnte: „Wir müssen uns darüber im Klaren sein: Das wird ein Dauerzustand bleiben.“
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14.05.2012,
RS
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
Hoher Besuch in Duisburg
(v.l.) Eberhard Spieker, Ehrenvorsitzender der ACK Duisburg, Stadtdechant Bernhard Lücking, Viktor Raus von der Apostolischen Gemeinschaft, Superintendent Armin Schneider, Erzbischof Longin von Klein, Priester-Oikonomos Ioannis Manolis von der orthodoxen Kirche und der ACK-Vorsitzende Lutz Peller; Foto: privat
In der ersten Maiwoche empfing der geschäftsführende Vorstand der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Duisburg einen hohen Gast: Erzbischof Longin von Klin. Mit dem ständigen Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche in Deutschland und der Europäischen Union kam es im katholischen Pfarrhaus am Dellplatz zu einem regen Gedankenaustausch. Erzbischof Longin berichtete den anwesenden ACK-Vertretern vom Aufbruch der russisch-orthodoxen Kirche. Während in Deutschland katholische und die evangelische Kirche Kirchengebäude aufgeben, benötige die Orthodoxie allein in Moskau 600 neue Kirchen, von denen 200 Kirchen schon geweiht seien oder sich im Bau befänden. Erzbischof Longin schilderte mit bewegenden Worten die Unterdrückung und Verfolgung seiner Kirche in der kommunistischen Zeit. Kam es während und nach dem II. Weltkrieg sogar unter Stalin zu einer gewissen Entspannung, habe die Verfolgung unter Chruschtschow und seinen Nachfolgern um so heftiger wieder eingesetzt - bis es unter Gorbatschow und nach dem Niedergang der Sowjetunion zu einer so unerwarteten Erneuerung der Kirche kam. Die Großmutter - die Babuschka - habe den Glauben weithin bewahrt und unter widrigsten Umständen an die nachfolgende Generation weitergegeben. Auch in Deutschland seien die russisch-orthodoxen Gemeinden stark gewachsen; ihnen fehle es hier an Kirchengebäuden. So nutzt in Duisburg-Bruckhausen die russisch-orthodoxe Gemeinde die katholische Liebfrauenkirche für ihre Gottesdienste. Die ACK-Vertreter sagten dem Erzbischof zu, ihn bei der Suche nach geeigneten Kirchengebäuden zu unterstützen. Einig waren sich die Teilnehmer, dass das Gespräch fortgesetzt werden sollte. Der Vorstand versicherte, dass sich die ACK Duisburg in der Ökumene noch stärker als bisher in der Zusammenarbeit mit der russischen und griechischen Orthodoxie, aber auch mit den orthodoxen Kirchen anderer Länder engagieren will. Bezeichnend sei, dass Duisburg, nicht nur eine multireligiöse und multikulturelle Stadt ist, sondern dass auch hier das Christentum in seiner ganzen bunten Vielfalt präsent ist. Die ACK sehe ihre Aufgabe darin, diese bunte Vielfalt im Respekt vor der Eigenart einer jeden Kirche in geschwisterlicher, ökumenischer Gemeinschaft zu repräsentieren und die Begegnung der Kirchen untereinander zu ermöglichen und zu fördern. So wolle die ACK auch im Dialog mit den nichtchristlichen Religionen einen Beitrag leisten zum friedlichen Zusammenleben der Menschen hier in Duisburg.
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14.05.2012,
RS; Foto: privat
Damit Kinder in Chiles Armenvierteln Musik machen können
Benefizkonzert für die Kindernothilfe in Wanheim
Es wird ein Benefizkonzert der ganz besonderen Art: Als in Chile geborener Konzertgitarrist hat Vicente Bögeholz eine tiefe Verbindung zu seinem Geburtsort - und natürlich zur Musik. Gemeinsam mit der Flötistin Hanna Gründer gibt er daher ein Konzert in der evangelischen Kirche Wanheim, Friemersheimer Straße / Ecke Wanheimer Straße, am Sonntag, 20. Mai zugunsten der chilenischen Musikschule "Escuela Popular de Artes". Hier erhalten völlig verarmte Kinder wieder eine Lebensperspektive.
Im Brennpunktviertel Achupallas nahe der chilenischen Stadt Valparaiso, gehören Drogen, Gewalt und Missbrauch zum Alltag der äußerst armen Familien. In der Musikschule "Escuela Popular de Artes" lernen rund 200 Mädchen und Jungen klassische oder volkstümliche Instrumente zu spielen. Sie können einige Instrumente sogar selbst bauen und treten in professionellen Tanz- und Musikgruppen auf. Oft haben sie zum ersten Mal in ihrem Leben Erfolgserlebnisse, sie bekommen Anerkennung und entwickeln dadurch ein neues Selbstbewusstsein. Das macht ihnen Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Das Konzert beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.
Vicente Bögeholz (Gitarre) und Hanna Gründer (Blockflöten) unterstützen das Projekt der Kindernothilfe. Sie interpretieren Werke von Nuccio D´Angelo, John Duarte, Francesco Mancini und Erik Marchelie. Das Programm Mercato, benannt nach einem Stück des italienischen Komponisten Nuccio D´Angelo, ist eine bunte Werkzusammenstellung mit Stücken aus Jazz, Latin, Barock und Moderne.
Hanna Gründer studierte an den Musikhochschulen in Köln und Utrecht. Neben ihrer Unterrichtstätigkeit an der Städtischen Musikschule Aachen konzertiert sie in mehreren Ensembles. Vicente Bögeholz studierte in Köln und Paris, unternahm Konzertreisen als Solist und mit Orchestern im europäischen Ausland und Übersee. 1995 erhielt er den Kulturförderpreis der Stadt Aachen, 2006 den Deutscher Weltmusikpreis.
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10.05.2012,
KNH / RS
Notkirche Duissern
Theater Quintessenz zeigt „Kunst“ von Yasmina Reza
Szene aus „Kunst“ von Yasmina Reza; Foto: privat
Nach dem großen Erfolg der Premiere in der Duisserner „Notkirche“, Martinstr. 39, führt die freie Theatergruppe Quintessenz am Freitag, 18. Mai 2012 um 19.30 Uhr das Theaterstück „Kunst“ von Yasmina Reza noch einmal am gleichen Ort auf. Zum Inhalt: Serge (gespielt von Jürgen Echtenbruck) hat sich ein Bild gekauft. Ein Ölgemälde von etwa einem Meter auf ein Meter zwanzig. Der Untergrund ist weiß, und wenn man die Augen zusammenkneift, kann man feine weiße Querstreifen erkennen. Dieses Bild, für das Serge hunderttausend Euro bezahlt hat, wird zum Anlass für einen turbulenten Konflikt.
Denn seine Freunde Marc (Claus Stroeter) und Yvan (Frank Schelosky) sehen den Kunstkauf anders. In ihrem Streit, in den jeder der drei seine ganz eigenen Probleme einbringt, wird das Bild beinahe zur Nebensache und die drei Freunde erleben, wie ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird. Mit leichter Hand und ironischem Humor lotet die Autorin geschickt die wohlbehütete Banalität gutbürgerlicher Existenz aus und erzählt fast beiläufig von Selbsttäuschung und der Brüchigkeit scheinbar so sicherer Lebensläufe. Von vielen erfolgreichen Arbeiten der Pariser Schriftstellerin Yasmina Reza ist „Kunst“ das erfolgreichste Theaterstück - in 36 Sprachen übersetzt, in fünf Erdteilen gespielt.„Quintessenz“ ist eine freie Duisburger Theatergruppe, deren Antrieb vor allem die eigene Lust am Theaterspielen ist, die sie auch den Zuschauern vermitteln will. Bei ihrer zweiten Produktion führt der Theaterpädagoge und Schauspieler Ingmar Jochem Regie, wobei weiterhin die gemeinsame Entwicklung von Inszenierung, Rollenverständnis, Dramaturgie, Bühnenbild charakteristisch für die Theaterarbeit von „Quintessenz“ bleibt. Der Eintritt kostet zehn Euro.
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10.05.2012,
RS, Foto: privat
Der Gier keinen Vorschub leisten
Überlegungen zu einem gerechteren Wirtschaftssystem
Norbert Walter, Kay Bandermann und Nikolaus Schneider im Gespräch. Foto: Merkelt-Rahm
Mittwoch, 9. Mai 2012
Eher sperrig klang zunächst die Themenstellung zum zweiten „Marxloher Gespräch“, das der Präses der Rheinischen Landeskirche und EKD Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider und der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank Norbert Walter am Dienstagabend in der evangelischen Kreuzeskirche miteinander führten. Überraschend spannend fielen die Antworten der beiden aus. Sie sprachen mit dem Wirtschaftsjournalisten Kay Bandermann über die Frage, wie die Rolle der Politik und die gesellschaftliche Verantwortung der Finanzwirtschaft für ein gerechtes Finanzsystem gestärkt werden können. Bandermann stieg mit der Pleite der Lehman Brothers am 15. September 2008 ins Thema ein und fragte Walter, ob er damals gewusst habe, was kommen würde. „Ich hätte gewettet, dass die US-Regierung einspringt“, sagte Walter, „wenn sie begriffen hätten, was folgen würde, hätten sie die Bank gerettet.“ Warnungen habe es durchaus gegeben, so Walter, z. B. von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel. Die seien aber mehrheitlich als Schwarzseherei abgetan worden.
Schneider kritisierte das Investmentbanking, das nur auf Spekulation und Wetten setze und für das alle mit haften müssten. Daraufhin wurde er von Moderator Bandermann gefragt, was wohl kirchliche Finanzexperten dazu gebracht haben könnte, ihr eigenes Unternehmen durch riskante Aktiengeschäfte in Teufels Küche zu bringen. Schneider wollte zu dieser Anspielung auf die Probleme der kircheneigenen Firma Beihilfe- und Bezügezentrum mit dem Hinweis auf das laufende Verfahren nichts sagen, sprach aber allgemein über den menschlichen Faktor bei Misswirtschaft: „Wo wir Systeme etablieren, die der Gier Vorschub leisten, da werden sich Menschen auch so verhalten“. Mit Blick auf versagende Kontrollmechanismen sagte er freimütig: „Es kann auch Vertrauensseligkeit sein, das ist bei Kirche oft der Fall.“
Die Frage nach einem gerechteren Wirtschaftssystem verwies Walter auf die supranationale Ebene: „Ein deutsches gerechtes System können wir nicht machen.“ In der weltweiten Neuordnung seien aber deutsche Experten unterrepräsentiert. Walter bekam spontanen Applaus für die Feststellung: „Wir schicken leider immer die nach Brüssel oder Washington, die wir in Berlin und Düsseldorf nicht mehr brauchen.“ Walter forderte 15% Eigenkapital für Banken, unabhängige Finanzierung für Ratingagenturen und die Abschaffung der Bonuszahlungen für Banker. Schneider wies auf die Verantwortung jedes Einzelnen für mehr Gerechtigkeit hin: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu einer Horde von Schnäppchenjägern werden.“ Bei zu billigen Angeboten sei ein kritischer Blick auf die Erzeugungsbedingungen angebracht.
Die Marxloher Gespräche sind Teil von „Laboratorium - Evangelisches Zentrum für Arbeit, Bildung und betriebliche Seelsorge“, das ist ein Arbeitsschwerpunkt des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt( KDA) Region Duisburg / Niederrhein. Der KDA stellt Beziehungen zwischen Kirche und Unternehmen und Institutionen der Arbeitswelt her.
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09.05.2012,
Text und Bild: Sabine Merkelt-Rahm
Music for a while
Flötenkonzert in Neudorf
Beate Janczik, das Blockflötenensemble der Christuskirche und Volker Nies am Cembalo; Foto: Jörg Schröder
Unter dem Titel „Music for a while“ erklang am Samstag im evangelischen Gemeindezentrum Neudorf an der Gustav-Adolf-Straße Musik aus Renaissance und Barock. Das Blockflötenensemble der Christuskirche und die Gruppe „Iter musicum“ spielten unter der Leitung von Volker Nies ein vielfältiges Programm mit Werken von Campra, Dowland, Grétry, Purcell und anderen. Beate Janczik sang zum Cembalo oder begleitet vom Flötenconsort alte englische Songs. Das Konzert begeisterte die rund 80 Zuhörerinnen und Zuhörer sicherlich nicht zuletzt wegen der sehr unterschiedlichen Flöten und stets wechselnden Besetzungen.
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09.05.2012,
RS; Foto: Jörg Schröder
Salvatorkirche
Kirchenfenster als Zugang zum Glauben
Fenster des Glaubens in Salvator - hier das Thema Taufe; Foto: Sorbe
Die evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg bietet in diesem Jahr wieder einen Glaubenskurs an. Er richtet sich an Erwachsene, die die modernen, von Berthold Janke gestalteten Kirchenfenster der Salvatorkirche kennenlernen und darüber ihren Glauben vertiefen möchten. Denn die Fenster der Salvatorkirche fordern den Betrachter heraus zum Nachdenken, zum Austausch, zur Meditation. An fünf Dienstagabenden - am 8., 15., 22. und 29. Mai und am 5. Juni jeweils von 19 Uhr bis 20.30 Uhr - beschäftigen sich die Kursteilnehmer mit den Kirchenfenstern und gehen ihren Themen gemeinsam mit Pfarrer Stefan Korn und Pfarrer Peter Krogull auf den Grund: der Schöpfung, der Taufe, der Auferstehung, dem Gebet und der Weltvollendung. Dabei gibt es Gelegenheit zur Information, zum Austausch und zur Betrachtung und Meditation der Fenster. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann nur für den gesamten, kostenfreien Kurs erfolgen. Weitere Informationen haben Pfarrer Krogull (0203 / 20824) und Pfarrer Korn (0203 / 330490).
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24.04.2012,
RS; Foto: Sorbe
Ich bin getauft
Evangelische Kirche in Duisburg feiert das Jahr der Taufe
Superintendent Armin Schneider (links) und Pfarrer Peter Krogull beim Pressetermin - mit Plakaten zum Jahr der Taufe und dem Tauffest vor dem Taufstein der Salvatorkirche
An die Bedeutung der Taufe möchte der evangelischen Kirchenkreis Duisburg mit seinen Gemeinden und Einrichtungen in diesem Jahr erinnern. Sie stellen das „Jahr der Taufe“ in Anlehnung an ein Luther-Zitat unter das Motto „Ich bin getauft!“ Diese Worte soll Martin Luther in Zeiten seelischer Not und Zweifel mit Kreide auf einen Tisch, der vor ihm stand, geschrieben haben. Seine eigene Tauferinnerung gab ihm Zuversicht und Mut. „Die Taufe ist ein Gottesgeschenk,“ sagt Pfarrer Armin Schneider, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg. „Gerade durch die Kindertaufe wird das symbolisch zum Ausdruck gebracht: Bevor ein Mensch irgendetwas leisten und zustande bringen kann; bevor er sich irgendetwas erarbeitet und verdient hat, sagt Gott bedingungslos ‚Ja’ zu ihm.“
Superintendent Schneider und Pfarrer Peter Krogull erläuterten am 24. Januar in der Taufkapelle der Duisburger Salvatorkirche, wie die vielen verschiedenen Veranstaltungsformen das Thema Taufe in den Mittelpunkt stellen werden.
Am 17. Juni 2012 findet im Landschaftspark Duisburg Nord ein großes Tauffest statt. Dieses beginnt um 14.30 Uhr mit einem gemeinsamen Gottesdienst für alle Generationen und mündet in die Taufen an unterschiedlichen Orten im Landschaftspark. Anschließend gibt es eine gemeinsame Feier der Tauffamilien mit ihren Gästen auf dem Platz vor der Gießhalle. Kosten entstehen den Familien keine; sie sind aber gebeten, nach ihren Möglichkeiten etwas zum Fest beizutragen. Informationen und Anmeldungen zur Taufe im Landschaftspark Nord, die bis zum 18. Mai 2012 möglich sind, gibt es bei den Pfarrern Blank (Tel.: 24808), Muthmann (Tel.: 722383) und Reumann-Claßen (Tel.: 585215), allen Pfarrerinnen und Pfarrern des evangelischen Kirchenkreises Duisburg und per E-Mail unter info@kirche-duisburg.de. Teil des Jahres der Taufe ist auch ein Patentag, der sich an Kinder mit ihren Paten richtet und am 12. Mai 2012 in der Neumühler Gnadenkirche und der Duisserner Lutherkirche stattfindet.
Die Bedeutung der Taufe werden Lutz Peller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Duisburg, Pfarrerin i.R. Sylvia Bukowski, Preisträgerin des Predigtpreises 2005, Pfarrerin Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und Pfarrer Bernhard Lücking, Stadtdechant Katholische Kirche Duisburg, aus unterschiedlichen Perspektiven in ihren Predigten beleuchten. Den Auftakt zur Predigtreihe macht am 12. Februar im Neudorfer Gemeindehaus, Wildstr. 31, Superintendent Armin Schneider, mit einer Predigt zu Matthäus 28,18-20.
Musikinteressierte können in einem Workshop am 11. Mai 2012 in Hamborn neue Tauflieder kennenlernen, mit einstimmen und selbst ausprobieren. Grundlage dafür ist ein eigens zum Duisburger „Jahr der Taufe“ erstelltes Taufliederheft, das im Workshop erstmalig zum Einsatz kommt. Kunstliebhaber finden eine Verbindung zum Thema Taufe in einer Ausstellung in der Salvatorkirche: Ab 1. September 2012 wird dort Tim Haberkorns Zyklus „In uns ist ein großes Meer“ mit dem Wandelaltar „submarin“ zu sehen sein. Ein ökumenischer City-Pilgerweg zum Thema „Taufe“ führt am 26. Mai zu verschiedenen Kirchen in der Duisburger Innenstadt. Kreativ und praktisch werden sich im Juni zwei Wochen lang Mädchen und Jungen aus über zehn Duisburger Kindergärten mit dem „Jordanprojekt“ beschäftigen. Zudem bieten Gemeinden Glaubenskurse, Vorträge und weitere Veranstaltungen zum Thema an. Angaben zu allen Veranstaltungen führt ein Faltblatt auf, das in allen Kirchengemeinden und Einrichtungen ausliegt, aber auch im Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises kostenfrei bezogen werden (Telefon 0203 / 29513501). Zudem ist das gesamte Programm auch im Internet unter www.kirche-duisburg.de abrufbar.
Auf die Frage, ab wann das Duisburger „Jahr der Taufe“ als Erfolg zu werten sei, antwortet Superintendent Armin Schneider: „Natürlich würden wir uns freuen, wenn uns das Jahr der Taufe 2012 auch einen Anstieg unserer Taufzahlen bescheren würde. Aber der Erfolg lässt sich nicht an der Quantität festmachen. Uns ist wichtig, dass sich Menschen für das Gottesgeschenk der Taufe interessieren, dass sie hier etwas finden, was ihrem Leben Halt und Grund gibt und ihm die Richtung weist. Für uns als Kirchenkreis und Gemeinden halte ich es für wichtig, dass wir achtsam mit diesem Gottesgeschenk der Taufe umgehen. Und dass wir uns der Verantwortung erneut vergewissern, die uns damit auch gegeben ist.“
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24.01.2012,
RS
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